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Inkontinenz

und das Becken

Die Inkontinenz ist das Unvermögen Harn oder Stuhl zu halten. Sie ist wie viele andere Themen in der Medizin mit viel Scham behaftet.

Schauen wir uns mal gemeinsam an, was dahinter stehen kann auf Struktureller Ebene in Bezug auf das Becken, die inneren Organe und auch auf emotionaler Ebene.

Vorweg möchte ich noch sagen, dass es auch Erkrankungen gibt, die ich hier nicht ansprechen werde. Denn diese fallen nicht in das Behandlungsspektrum der Osteopathie.

Strukturelle Veränderungen im Becken

Eine Beckendysfunktion, oder einfacher ausgedrückt eine Beckenfehlstellung, kann nicht nur wie gestern beschrieben die anatomische Lage der Eierstöcke und der Gebärmutter verändern. Sondern natürlich auch die der Blase. Wenn die Blase durch ein vermehrtes Hohlkreuz, eine so genannte Hyperlordose und ein nach vorne gekipptes, also anteriorisiertes Becken absenkt, ist das Haltevermögen der Blase eingeschränkt. Auch kann es sein, dass die Blase zu viel Druck durch darüberliegende Organe „ertragen“ muss und so in ihrer Speicherkapazität eingeschränkt wird.

Auch der Beckenboden, der aus mehreren Muskeln gebildet wird, Verändert sich durch die Beckenstellung. Ansatz und Ursprung der einzelnen Muskeln werden angenähert, oder sind unter permanenter Dehnung, beides verhindert eine adäquate Anspannung.

In vielen Fällen von gynäkologischer Inkontinenz wird von Schwäche der Beckenbodenmuskulatur ausgegangen. Beckenbodentraining wird verordnet. Leider ist häufig ist die Frustration bei den betroffenen Frauen hoch, denn in vielen Fällen ändert das nicht viel.

Meiner Erfahrung nach ist das nicht verwunderlich. Denn häufig liegt dem Problem nicht eine Schwäche des Beckenbodens zu Grunde, sondern ein hypertoner Zustand. Was bedeutet, dass der Beckenboden in einer Daueranspannung ist. Ein Muskel der bereits angespannt ist, kann nicht noch mehr kontrahieren. Hier hilft die Korrektur des Beckens, Ansatz und Ursprung der Beckenbodenmuskulatur kommen in die optimale Lage. So wird die Muskulatur wieder suffizient. Also fähig anzuspannen.

Nicht nur Frauen, sind mit dem Thema der Inkontinenz konfrontiert. Auch Männer leiden unter diesem Phänomen. Die häufigste Ursache der männlichen Inkontinenz ist eine Operation der Prostata, auf Grund von entartetem Gewebe. Dem Mann sei angeraten sich schon in jungen Jahren um die Gesundheit seiner Prostata zu kümmern. Gerade Radsportlern, empfehle ich in regelmäßigen Abständen zur profylaktischen osteopathischen Korrektur ihres Beckens Termine zu vereinbaren. So kann viel Druck von der Prostata genommen und eventuelle Veränderungen können verhindert werden.

Die Unfähigkeit etwas zu halten

Der emotionale, oder spirituelle Aspekt der Inkontinenz ist die Kontrolle. Das Wesen Mensch fühlt sich im allgemeinen sehr wohl, wenn es das Gefühl hat „alles unter Kontrolle“ zu haben.

Falls Du betroffen bist von einer Inkontinzen, lade ich dich ein dich zu beobachten. Bist Du ein Mensch der sich selbst und andere gerne Kontrolliert? Der sich verloren und hilflos fühlt, wenn ihm die Kontrolle entgeleitet? Übe es, dich hinzugeben. Dem Leben, dir, deinem Partner.

Heilung kann nur in Entspannung stattfinden und Kontrolle bedeutet konsequente Anspannung.

Du hast Fragen rund um das Thema Inkontinenz? Schreib mir frei von Scham eine Email unter info@tamara-therapie.de und wir gehen der Wurzel des Übels gemeinsam auf den Grund.

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